Urlaub in den Marken – ein kleiner Urlaubsbericht

Frisch aus dem Urlaub mit meinen Fellnasen muss ich natürlich einen kleinen Bericht schreiben. Es ging dieses mal wieder nach Italien, aber diesmal in die Marken. Die Marken sollen noch sehr ursprünglich sein und dort wenig Tourismus herrschen. Das stimmt auch 😉 Wir haben gerade mal in den 10 Tagen 3 deutsche Autos in den Marken gesehen. Nach 13 Stunden Autofahrt – mit diversen kleinen Stopps und einer größeren Frühstückspause inklusive Hunde schwimmen lassen am Gardasee in Torbole – kamen wir dann am Häuschen Casa Cuculo an.

Einreisebestimmungen für Italien: Tollwutimpfung, EU Impfpass, Maulkorb ist immer mitzuführen und es ist sinnvoll den Vierbeiner vor den Insekten zu schützen. Dies taten wir mit dem Scaliborhalsband (ja, sonst lehne ich auch jegliche Chemie ab, aber da wir hier in Mittelitalien sind und die Insekten doch eher Mittelmeerkrankheiten übertragen können, griffen wir zur Chemie), außerdem wurden die Fellnasen mehrmals täglich (hauchdünn in den Händen verteilt) mit dem Antibrumm Sensitiv eingeschmiert. Übrigens wurden wir weder bei der Ein- noch Ausreise Italiens, noch während unseren Aufenthaltes kontrolliert. Dennoch hatten wir, wenn wir in den Städten unterwegs waren, immer Maulkörbe und Impfpässe im Rucksack dabei.

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Aber nun zum Häuschen: „Casa Cuculo“. Es ist ein kleines, schnuckeliges, landestypisches Häuschen, das sich auf 2 Etagen verteilt. Im Erdgeschoss sind die zwei Schlafzimmer und das Bad (die Dusche ist etwas klein). Zum Souterrainbereich kommt man über eine etwas steilere Wendeltreppe mit offenen Stufen. Diese Treppe könnte für viele Vierbeiner Probleme darstellen. Der Souterrainbereich ist ein Wohn-Koch-Essbereich mit offenem Kamin. Außerdem gibt es noch eine Toilette/ Dusche (ebenso klein). Vom Souterrainbereich kommt man direkt auf die große, eingezäunte Terrasse. Leider ist die immer schattig, wegen den vielen Bäumen. Vierbeiner, die die steile Wendeltreppe nicht laufen können, könnten auch durch den Garten wieder –außen am Haus vorbei, wieder zur Eingangstür rein – zum Erdgeschoss kommen. Also könnte man die Wendeltreppe umgehen. Von der Terrasse aus oder eben von der Einfahrt aus kommt man zum hoch eingezäunten Garten. Dieser ist etwas verwinkelt, viele Bäume und Büsche, außerdem vieeeel Krabbeltier und Geckos. Skorpione und Schlangen soll es hier auch geben, also in den Marken, haben wir aber zum Glück keine entdeckt. Die Ausstattung vom Häuschen ist gut, es hat eigentlich alles, was man braucht. Ach ja, das Häuschen liegt sehr ruhig, direkte Nachbarn hat man keine. Es liegt unterhalb eines kleinen Dorfes, und der nächste Nachbar ist etwa 100 Meter entfernt. Dort lebt auch ein hübscher, schwarzer, mittelgroßer Mischlingsrüde. Dieser ist aber fast immer an der Kette, kann also nicht zum Häuschen kommen. Meist um 20 Uhr wurde er kurz von der Kette gelassen, dann hat er alleine eine Gassirunde gedreht (auch ums Casa Cuculo herum). Wie er auf fremde Hunde reagiert haben wir nicht getestet, wir haben immer geschaut, dass unsere Hunde um diese Uhrzeit im Haus waren. Wir haben ja auch den einen oder anderen nicht so sozial verträglichen Hund dabei. Also ein Urlaubsort bei dem man absolut entspannen kann, auch mit mehreren Hunden und mit unverträglichen Vierbeinern.

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So, nun aber zu den Örtchen selber – als erstes besuchten wir Sarnano, dies liegt etwa 10 km vom Häuschen entfernt. Es ist ein kleines Städtchen mit einer hübschen, typischen Altstadt (verwinkelt, viele kleine Gassen) und einigen Restaurants und Bars. Sarnano besuchten wir mehrmals. Auch absolut empfehlenswert ist Macerata. Macerata ist die Provinzhauptstadt und etwas größer. Auch hier gibt es viele Gassen und Orte zu erkunden. In Macerata kann man auch Shoppen gehen. Eine ganz schöne Altstadt hat Ascoli Piceno – auch eine etwas größere Stadt mit vielen Restaurants und Bars. Ebenso schön, aber deutlich kleiner ist San Ginesio. Insgesamt sind wir sehr viel mit dem Auto herumgefahren. Nirgends hatten wir übrigens Probleme mit unseren Hunden, im Gegenteil – wir haben durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Auch hatten wir nirgends Probleme mit freilaufenden Hunden. Wenn dann waren die Hunde klein und kläfften, kamen aber nicht zu einem heran.

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Mein persönliches Highlight war das Meer. Wir besuchten nicht den Hundestrand, sondern gingen zu einen ruhigeren Strandabschnitt in Sant L’Epidio. Wir parkten am „Playa da Cococino“ (kostenlos) und schlenderten dann den Strand entlang. Auch hier beschwerte sich keiner  – gut, der Strand war fast menschenleer 😀 Hunde haben wir zwar ab und an getroffen, aber diese waren entweder an der Leine oder kamen nicht zu uns her. Also auch hier Null Probleme mit einem unverträglichen Hund.

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Pauls Highlight war der Lago Di Fiastra, ein Stausee etwa 17 km vom Häuschen entfernt. Hier konnten die Hunde auch ohne Leine toben und schwimmen. Wir waren mehrmals dort und immer waren wir (fast) alleine am See. Somit hat sich auch keiner über unsere Fellnasen beschwert und wir hatten auch hier keinerlei Hundebegegnung mit fremden Hunden.

Nun noch ein paar Restaurants und Bar Empfehlungen:  Vorweg sei zu sagen, dass wir unsere Hunde nicht mit ins Restaurant genommen haben, sondern sie blieben im Auto. (Temperaturen waren nicht zu hoch, Parken im Schatten, Fenster offen, direkter Blick zum Auto – also keinerlei Gefahr für die Fellnasen!). Auch wichtig zu wissen, abends öffnen die meisten Restaurants erst ab 19:30 Uhr – was für uns deutsche ja schon recht spät ist. Die Speisen in den Marken sind sehr Trüffel und Fleischreich. Als Veganer kann man dort fast nicht essen gehen, denn selbst in den Nudeln sind Eier drin. Als Vegetarier gibt es zwar oft nicht viel Auswahl, aber man findet immer was.

Unser Favorit ist das Restaurant Monte Sibillini, vom Haus aus gesehen Richtung Macerata fahren, etwa nach 1 km kommt das Restaurant schon. Die Tagliatelle mit Trüffel für circa 9 Euro sind seeeehr lecker und die Portion absolut ausreichend. Pizza gibt es nur abends und auch nicht immer. Wir haben noch nicht herausgefunden wann es dort Pizza gibt, wir hatten immer Pech und es gab keine, wenn wir dort waren. Außerdem waren wir im Le Marchigan, Richtung Sarnano gegenüber dem Euro Spin (Supermarkt). Auch hier haben wir Tagliatelle und Ravioli mit Trüffel bestellt. Auch sehr lecker, mega große Portionen für circa 8 Euro.   In San Ginesio waren wir im Il Borgo. Ein etwas nobleres Restaurant, die Portionen waren sehr, sehr, sehr klein, aber lecker. 4 kleine Ravioli mit Aubergine und Trüffel haben 10 Euro gekostet. Außerdem holten wir uns ab und zu eine Pizza (gab es auch zum Mitnehmen) im San Marino in Sarnano. Die waren echt lecker und preiswert, ab 4 Euro.

Sonstige Tipps für einen Marken Urlaub? Sich nicht über den Fahrstil der Italiener ärgern und wundern – die hängen einem immer am Heck, Überholen wie die Bekloppten und halten sich nicht an die Verkehrsregeln. Wir haben extrem viele Blitzer gesehen, außerhalb der Ortschaft darf 90 km/h gefahren werden, in der Ortschaft zwischen 50 km/h und 60 km/h. Unbedingt Insektenschutz für sich und den Hunden mitnehmen. Außerdem ein paar italienische Wörter parat halten, denn deutsch spricht da keiner und englisch auch mit viel Glück nur die Jüngeren. Achja und Wanderwege, wie wir es hier in Deutschland kennen, haben wir dort keine vorgefunden 🙂

 

Im September kommt dann der direkte Vergleich mit der Toskana – ich werde berichten:D

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